Sonntag, 14. Juli 2013

Abreise

Die letzten drei Tage in Taipei, mit einem obligatorischen Besuch des "Taipei 101" mit 508 Metern eines der höchsten Gebäude der Welt.



Freitag, 14. Juni 2013

Taiwan, kleine Rundreise

Sanxiantai / Hualien 17. und 18.06.

Kleine Bootstour in Hualien, bei der Wale angepriesen aber immerhin Delphine gesichtet wurden.





Sanxiantai war eines meiner Ziele am Anfang der Rundreise allerdings gab es wirklich nichts anderes als die "Acht Bogenbrücke", die sich wie ein chinesischer Drachen zu einer kleinen Leuchtturminsel schlengelt, zu sehen, was nicht allzulange dauerte.

In Hualien bin ich dann gegen Abend angekommen und habe recht schnell ein günstiges Hotel gefunden. Am nächsten Tag habe ich mich entschieden zur Ruhe zu kommen und drei Tage hier zu bleiben. Somit war der erste Tag einer Tour in die Berge gewidmet.




Taroko National Park




Zhiben 16.06.



Anstatt in den Süden, habe ich mich doch entschieden eher an die Ostküste zu fahren, da ich keine Lust auf langweilige, sonnenbestrahlte Sandstrände mit etwas kolonialer Vergangenheit hatte. So landete ich also in Zhiben, diesen Ort hatte ich mir ohnehin, wegen seiner heißen Quellen vorgenommen.
Am Bahnhof, vielleicht sollte man eher Haltepunkt sagen, angekommen, war ich erst einmal sehr überrascht, da es nicht wie sonst einen Infoschalter gab und auch sonst gab es eigentlich nichts. Vor dem Bahnhof standen einigen Taxis aber ich dachte es wäre vielleicht besser zu laufen, da ich nicht sagen konnte wohin ich genau will und selbst wenn, hätte ich es nicht in chinesisch sagen könnten.

Nach 30 min bin ich dann auch an dem ersten Verkehrsknotenpunkt angekommen, wo es einen 7/11 gab in dem ich nach einem Hotel und den heißen Quellen fragen wollte. Zum Glück konnte eine Kundin etwas englisch und sagte mir, dass es zu laufen zu weit sei, dem ich widersprach. Sie schaute ungläubig und wies mir die Richtung. Eine halbe Stunde später fuhr eine junge Frau mit Ihrem Moped zu mir und fragte mich ob ich ein Hotel brauche, was ich bejahte und sie fragte mich ob ich chinesisch spreche, was ich verneinte. Sie schlug vor mich auf ihrem Moped zu einem günstigen Hotel zu fahren, was ich aber ablehnte, da man so etwas ja kennt.

Nach drei Stunden Fußmarsch mit Rucksack und bei heiß-feuchtem Klima bin ich dann endlich beim ersten Hotel angekommen, was aber ausgebucht war, das zweite ebenfalls.

Nach weiteren dreißig Minuten war auch das dritte Hotel ausgebucht und es dämmerte schon. An einer Kreuzung habe ich die junge Frau wieder getroffen und nun nahm ich ihr Angebot an, da ihr Zimmer nur die Hälfte von dem kostete, was die anderen Hotels verlangten, wenn sie ein freies Zimmer gehabt hätten.

Es stellte sich heraus, das sie in einem riesigen Hotel ein paar Zimmer hat, die sie privat vermietet. Das Zimmer ist sehr gut und das baden im heißen Quellwasser war inklusive.

Allerdings ist dieser Ort der absolute Horror, da es sich um ein Massen-Wellness-Touristenort handelt, zu dem die Gäste Busseweise herangefahren werden. Das was man bekommt sind ausgemauerte Badebecken, von denen man eigentlich nicht weiß, ob das heiße Wasser wirklich aus den heißen Quellen stammt.

Dennoch habe ich auch hier einen Teeladen gefunden, dessen Besitzer sich sehr gefreut hat, dass ich aus Deutschland bin und mich für taiwanesischen Tee interessiere.


Tainan 15.06.


Nach den 17 Grad  und leichtem Nieselregen im Gebirge bin ich nach Tainan gefahren, wo es sich wie in einer Bio-Sauna anfühlt. Diese Stadt wurde 1621 gegründet und ist somit die älteste Stadt Taiwans. Ich bin 7 Stunden durch die Stadt gelaufen, wobei ich mich zuerst nach einer Tempeltour eines Reiseführers gerichtet habe. Nach dem 7. Tempel reichte es mir allerdings und ich entschied zum Pazifischen Ozean der Westküste Taiwans zu laufen.

Konfuzius Tempel
alter Wächter
bleicher Zeuge


Kurtisanen Tempel - ehemalige Schule zur Ausbildung von Kurtisanen.




Buddhistische Prozession in den engen Straßen der Altstadt, Drachenfigur im Park, Tempel wo auch immer es geht.


Wenn auch spät aber am Meer angekommen.


...und natürlich blieb es nicht aus einen Tee zu probieren.
Auf meinem Weg durch die Stadt bin ich an einem Eisteestand mit einer jungen Frau ins Gespräch gekommen und sie führte mich zu diesem Teehändler, der gerade aus China zurückgekommen ist, wo er Pu-Erh-Tee gekauft hat. Nach einigen Minuten saßen wir zusammen und probierten seine Lieblings-Pu-Erh-Tees.


Futuristisch oder Kurios

Ist das der sogenannte "Schweinehund"?


Gegen Mitternacht war ich dann wieder auf dem Weg zum Hotel.
Heute geht des dann weiter Richtung Süden.



Alishan 13. und 14.06.

Mein erstes Ziel auf meiner einwöchigen Rundreise durch Taiwan, ist das hochgepriesene "Alishan" Gebirge. Nachdem ich den halben Tag und verschiedene Verkehrsmittel brauchte um dorthinzukommen, war es neblig und regnerisch. Also buchte ich das Zimmer für zwei Nächte um einen ganzen schönen Tag erleben zu können. Leider war auch der nächste Tag genauso neblig und verregnet. Trotz einer ausgedehnten Wanderung war ich in drei Stunden schon wieder zurück, da dieser Naturpark doch viel kleiner ist als ich angenommen hatte.

Fast wie eine Filmkulisse.

Langsam klettern die Wolken die Berge hoch und hüllen den gesamten Park für Stunden in Nebel.


 Ein 2.300 Jahre alter Baum der 45 Meter in die Höhe ragt, die Krone verliert sich im Nebel.



 Puli 12.06.

Golden Buddha in den Bergen nahe Puli

Vor der Grundsteinlegung werden Gebete verbrannt um diese über den Rauch zu den Göttern zu tragen.


Taipei 10.06.




 Berichterstattung in Taiwan über das deutsche Hochwasserproblem


Freitag, 7. Juni 2013

In Korea

In Seoul findet zur Zeit ein Teefestival statt und meine Teemeisterin nimmt daran teil. Als Schüler muss ich natürlich bei der Messe helfen, so dass wir gemeinsam gefahren sind. Wie es immer bei Messen ist, muss man den ganzen Tag in den Messehallen stehen, immer freundlich und sehr aufmerksam sein.
Am Abend nach der Messe gibt es Businessgespräche bei überteuertem Abendessen und am nächsten Morgen steht man mit dem Auto wieder im Stau, um zur Messe gefahren zu werden. Dies gilt jedenfalls für meine Teemeisterin. Zum Glück kann ich mich da heraushalten und, wenn auch nur kurz aber immerhin, die Stadt genießen.

 




 





























Korea scheint immer noch ein aufstrebendes sich entwickelndes Land zu sein. Es gibt viele junge Menschen in Seoul, die immer über die neuesten Trends Bescheid zu wissen scheinen. Sie sind fesch angezogen, haben die neuesten Handys (kein Wunder, Samsung ist koreanisch und ist hier in neuster Ausführung auch am meisten nach dem iPhone zu sehen) und sehen sehr selbstbewusst aus. In der U-Bahn hat jeder Zweite ein Handy in der Hand und hat damit irgendetwas zu tun, auch wenn es oft nur eine Art modernes Tetris ist. Allerdings gilt, wie in Japan aber ganz im Gegenteil zu Taiwan, in den öffentlichen Verkehrsmitteln keine Telefongeräusche, was sehr angenehm ist.

Mein Zimmer liegt mitten im alten Zentrum und der angesagtesten Touristen- und Partymeile, in Insadong. Am zweiten Tag machte ich mich gleich auf die Suche nach dem Teehaus, das ich das letzte Mal vor acht Jahren besucht habe und habe es auch wiedergefunden, obwohl sich wirklich viel in der Stadt verändert hat aber irgendwie bleibt doch vieles gleich. Es war sehr schön dort Tee zu trinken, die Einrichtung ist noch immer die gleiche und zum Glück auch der Besitzer, obwohl ich es größer in Erinnerung hatte. Nachdem ich aber eine Weile dort gesessen habe, hat sich die Größe und auch alles andere meinen Erinnerungen angepasst oder umgekehrt.

Als ich vor neun Jahre das erste Mal in Korea war, wurde gerade die Cheonggyecheon-ro, die aus einer zweietagigen Autostraße bestand, zurückgebaut und der darunterliegende kleine Fluss wieder ans Tageslicht geholt, mit Flanierstrecke am Fluss entlang. Ein Jahr später war ich zur Eröffnung dieser neuen Straße dort und nun, nach acht Jahren, ist diese Flanierstrecke mit hohen Gräsern und Bäumen bewachsen und immer noch sehr beliebt. Und ganz im Gegenteil zu dem, wie es in Berlin wäre, total sauber, ohne Graffiti und alle elektrischen Anlagen funktionieren noch.
Allerdings wo Reichtum und Jugend ist gibt auch und oft im krassen gegensatz das Gegenteil.
Leider gibt es auch zu viele Menschen, die nicht am Wohlstand teilhaben.

Morgendämmerung in den Bergen von Puli

Sonntag, 2. Juni 2013

Erdbeben

Heute erschütterte gegen 14 Uhr ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,3 Taiwan und zwar im Zentrum der Insel, genau in der Stadt in der ich wohne.
Wir sind gerade von dem Bergteefeld auf dem Rückweg gewesen als uns ein Stau aufhielt, nach einigen Minuten kam der Anruf, dass die Erde gebebt hatte und auch der Grund für den Stau war. Nach 2 Stunden ging es weiter und nur etwa einen Kilometer vor uns hatte eine Steinlawine 2 Autos erwischt und die Straße musste durch schwere Baumaschinen, die in einer nahegelegenen Baustelle standen, weggeräumt werden. Wir hatten von dem Beben nichts bemerkt, vielleicht hatte die Bergstraße die Erschütterung gedämpft. Allerdings gab es gegen 18 Uhr ein Nachbeben. Es fuhr gerade ein knatterndes Motorrad an dem Teeladen vorbei, ich war mit dem Einpacken von Tee beschäftigt und konzentriert, so dass ich annahm ein Schwertransporter sei vorbeigefahren und verursachte die Erschütterung, las die Leute im Laden aufgeregt etwas riefen. Im Nachhinein hatte ich dann doch ein sehr seltsames und unangenehmes Gefühl im Magen.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Nach der Regenzeit




Es scheint so, als sei die Regenzeit vorüber. Zwar regnet es noch häufig ab und zu, ist bewölkt aber nicht mehr in der Intensität. Dafür gibt es Temperaturen ab 35 Grad Celsius und das bei einer stetig feuchten Luft. Der Ventilator in meinem Zimmer läuft nun rund um die Uhr; am Tage, damit meine Sachen nicht wieder schimmeln und in der Nacht, damit ich wenigstens ein bisschen schlafen kann.


Nachdem wir in der letzten Woche die weißen Tees und leichten Tees verkostet haben, waren diese Woche die roten und dunklen Tees an der Reihe. Im Augenblick des Trinkens ist es recht logisch, wie die Tees beschrieben sind, doch selbst ein Geschmacksprofil zu erstellen, fällt mir nach wie vor schwer. Obwohl die Teemeisterin darauf beharrt, dass der Geschmack an Honig erinnert, spüre ich nicht den Hauch von Honig und meine Beschreibung von fruchtig würde auf so viele Tees zutreffen. Und was ist eigentlich fruchtig? Zumal es einen himmelweiten Unterschied zwischen den Früchten gibt. Ganz abgesehen davon, dass es verschiedene Sorten von Bananen gibt, schmeckt die gewöhnliche Banane in Taiwan, vielleicht einige Tage nach dem Pflücken, sehr viel anders als die Banane in Berlin aus dem Supermarkt. Nicht anders ist es bei Ananas und anderen „exotischen“ Früchten.


Als der Boom des BubbleTees in Berlin losging, habe ich mich überreden lassen, einen zu kosten und habe es bereut, da dieses Zeug eigentlich nur süß war. Allerdings verhält es sich hier doch ein wenig anders. Der BubbleTee ist meist aus frischen Früchten gemacht oder mit Gelee, das aus Früchten hergestellt wurde. Man kann wählen zwischen sehr süß, wenig Zucker oder gar keinen. BubbleTee-Läden gibt es fast an jeder Straßenecke und die Tees schmecken. Nicht, dass ich täglich einen trinke aber ab und zu schon. Sie erinnern auch eher an alkoholfreie Fruchtcocktails.














In Taiwan gibt es einen Urteebaum. Viele dieser Bäume, die ich leider noch nicht aufsuchen konnte, sind bis zu 800 Jahre alt. Japaner haben, als sie Taiwan 50 Jahre lang besetzt hielten, diese Urpflanzen in Gärten angepflanzt, unter anderem auch in dem „wilden“ Teegarten der Familie Chen. Zum größten Teil sind die Teepflanzen hier 90 Jahre alt. Da die Palmen ein halbdurchlässiges Dach bilden, bekommen die Blätter keine zu starke Sonnenstrahlung ab, so dass sich die Aminosäure stärker ausbilden kann als die Gerbstoffe, die den Tee bitter machen. Der Tee ist bekömmlicher und teilweise, je nach Verarbeitung, kann man die Blätter den ganzen Tag im Teewasser lassen, ohne dass der Tee bitter wird. Ich habe einige Blätter, in einer Art Selbstversuch, in eine Wasserflasche gegeben und nach drei Tagen konnte man den Tee immer noch trinken.
 














Während einer Tagestour zum Sonne-Mond-See besuchten wir ein Freiluft-Hähnchengrill, der einen sehr interessanten Grill verwendete. Gegessen wird das Hähnchen mit den Fingern. Allerdings anders als in Deutschland sind die taiwanesischen Finger behandschuht.