Sonntag, 26. Juni 2011

Potterytown


23. Juni 11
Besuch der Potterytown, allerdings sind wir nicht im Touristenshop hängen geblieben.
Herr Honsan macht zusammen mit seinem Sohn all seine Waren in Handarbeit.



Bambusgarten



19. Juni
Ausflug in den Bambusgarten in .... mit der Takadafamilie.

In diesem Bambusgarten werden verschiedene Stile von Teehäusern gezeigt. Neben chinesischem Bambus gibt es auch einen nur in diesem Garten wachsenden gelben Bambus, der in jedem zweiten Segment einen grünen Streifen hat.

Teeauktion


14. Juni
Herr Nagatani nimmt mich mit zur Teeauktion. Nun, da die Hauptzeit der ersten Ernte vorbei ist, ist es auch erlaubt, mal einen Besucher mitzubringen.
























Insgesamt geht es sehr ruhig zu, die Tische werden nur in einer Richtung abgeschritten. Es wird betastet und gerochen, die hochpreisigen Tees werden von dem Personal regelmäßig aufgebrüht, der Käufer kann dann mit seinem Löffel probieren. Die Gebote werden auf eine Liste geschrieben und zur Stichzeit abgegeben. Zwei Stunden später erfährt man, bei welchem Tee man der Höchstbietende war und somit den Tee erworben hat.
Manch einem sieht man das Riechen auch nach der Auktion noch an.

Auf dem Hof werden die Sendungen fertig gemacht und ausgefahren.

von Teehaus zu Teehaus


5. Juni,
Der erste freie Tag,
In Uji fand ein Fest statt „...“ an diesem Tag ist es jedermann erlaubt, nachts die Frau seines Herzens zu besuchen, sofern sie es erlaubt, um die Nacht bei ihr zu bleiben, ohne dass die Eltern etwas dagegen sagen können. Das Straßenfest war sehr anstrengend, zu viele Menschen und Marktstände ohne Ende. Wir besuchten stattdessen ein paar Teehäuser.




12. Juni
Kurzer Besuch in Osaka, mit Evelyn.
Kids bei der Hip-Hop-Tanzprobe vor dem Bahnhof.



viel Arbeit


Da viel zu tun war, wurde auch am Sonntag, dem 29. Mai, gearbeitet.
Am 31. Mai dann Besuch von Natsumi, die mich gegen Feierabend in der Fabrik besuchte. Nach der Arbeit haben wir in meiner Wohnung gegessen und dann war wieder einmal die Zeit schnell vergangen und Herr Takada und ich brachten Natsumi zum Bahnhof nach Uji.

4. Juni
Mittagspause auf dem Teefeld. Hier wird Organic Gyokuro geerntet, der noch am gleichen Tag zum Dämpfen, Rollen und Trocknen gebracht wird.

Besuch in Uji


Am 25. Mai eine erste Abwechslung, Masami aus Nagoya kam zu Besuch. Da sie einen langen Weg nach Hause vor sich hat, hatte ich gebeten, schon um 15 statt um 17 Uhr Feierabend machen zu dürfen, was ohne weitere Diskussionen gestattet wurde. Dennoch musste ich mich sehr beeilen. Herr Takada hat mich nach Uji gefahren, wo Masami am Bahnhof auf mich wartete. Wir sind zusammen durch die Touristen-Teestrasse gelaufen, sind etwas essen gegangen und dann war die Zeit auch schon vorbei und sie musste die Rückreise antreten, um gegen Mitternacht zu Hause zu sein.

Teefabrik und -feld


Mein erster Arbeitstag war nun Sonntag, der 22. Mai.
In der Fabrik wird der gedämpfte und getrocknete Tee, Aratcha, angeliefert, um zum trinkfertigen Tee verarbeitet zu werden.  


Zuerst wird dieser durch einen Separater geschickt, der die reinen Teeblätter von Stielen und Blattfasern trennen soll. Der Unrat wird durch einen weiteren Separater geschickt, der durch Farbanalyse noch einmal die grünen Teeblätter herausfiltern kann.
Die Teeblätter werden dann durch eine Siebrüttelmaschine, die mir wegen ihrer einfachen Konstruktion fast hundert Jahre alt scheint, in große und kleine Anteile getrennt. Die großen Blätter kommen in die Schneidemaschine. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis alle Teeblätter die richtige Größe haben. Alsdann wird wieder separiert. Diesmal wird der „Tee“ vom Teestaub in zwei verschiedene Stufen getrennt.
Manchmal reicht es dann mit der Verarbeitung aber meistens wird der Tee noch einmal stark erhitzt, um einen intensiveren Geschmack zu erzeugen. Nun kommt noch das Blending und nun ist der Tee wirklich versandfertig. Aber noch ist die Arbeit nicht getan. Die Kleinteile und der Teestaub werden wieder getrennt und gesiebt. Letztendlich werden aus dem angelieferten Aratcha fünf verschiedene Teevarianten gewonnen, wobei der Blatttee 70 bis 80% ausmacht und der eigentliche Gewinnbringer ist. Je höher der Restanteil ist, desto niedriger der Gewinn aus dem gekauften Aratcha.
Die Arbeit ist körperlich sehr anstrengend und wird von zwei Personen bewerkstelligt, meinem direkten Mitarbeiter und mir. Der Chef ist für den Einkauf auf Auktionen, dem Blending, Testen und dem Verkauf zuständig. Ab und zu arbeiten noch seine Frau und eine weitere Mitarbeiterin mit, um die Kleinverpackungen zu verarbeiten. Der größte Teil geht in 5, 20 oder 30kg Abpackungen raus. Aber einige Läden in der Gegend bekommen 50 und 100g Verkaufsverpackungen. Im Gegensatz zu meinem Mitarbeiter und dem Chef, die jetzt in der Hochsaison der ersten Ernte des Tees um 7 Uhr anfangen, muss ich erst um 8 Uhr da sein.

Am 24. Mai habe ich nach der Mittagspause dem Vater auf dem Teefeld bei der Ernte geholfen.

Zwei Teebauern bei der Pause.

in Uji









 






Die Umhüllung dient zur Beschattung der Teebüsche. Durch diese Methode bildet sich die Aminosäure stärker aus und der Tee gewinnt an Süße. Das Endprodukt heißt Gyokuro. Hier eine handgepflückte Variante, die im Verkauf sehr hochpreisig ist.
Nachmittags mit Herrn Takada nach Uji zum Obakusan Manpukuji Tempel; hier fand eine Show der japanischen Teeschulen statt. Zum Glück war das Wetter gut. Im Freien stellten die verschiedenen Teeschulen ihre Art der Teezeremonie vor.


2. Tag


Nach dem Frühstück in seinem Haus fuhren wir wieder nach Uji, um einen weiteren Gast abzuholen.
Zusammen fuhren wir dann zur Besichtigung zur Teefabrik, in der ich die nächsten Wochen arbeiten sollte.
Eine der ersten Fragen war, ob ich statt Montag auch schon am Sonntag anfangen könnte zu arbeiten, was ich natürlich nicht verneinte

Ankunft



Morgens am 20. um 7 Uhr in Kyoto angekommen, war es nicht mehr weit bis Uji, wo mich mein Gastgeber vom Bahnhof abholte, um mich nach Ujitawara  zu meiner viel zu großen Dreizimmerwohnung zu bringen.

Am 19. Mai in Tokio angekommen machte ich mich auf den Weg nach Kyoto. Meine Freundin Evelyn, die in Tokio arbeitet, hatte mir freundlicherweise schon ein Nachtbusticket besorgt.