Freitag, 14. Juni 2013

Taiwan, kleine Rundreise

Sanxiantai / Hualien 17. und 18.06.

Kleine Bootstour in Hualien, bei der Wale angepriesen aber immerhin Delphine gesichtet wurden.





Sanxiantai war eines meiner Ziele am Anfang der Rundreise allerdings gab es wirklich nichts anderes als die "Acht Bogenbrücke", die sich wie ein chinesischer Drachen zu einer kleinen Leuchtturminsel schlengelt, zu sehen, was nicht allzulange dauerte.

In Hualien bin ich dann gegen Abend angekommen und habe recht schnell ein günstiges Hotel gefunden. Am nächsten Tag habe ich mich entschieden zur Ruhe zu kommen und drei Tage hier zu bleiben. Somit war der erste Tag einer Tour in die Berge gewidmet.




Taroko National Park




Zhiben 16.06.



Anstatt in den Süden, habe ich mich doch entschieden eher an die Ostküste zu fahren, da ich keine Lust auf langweilige, sonnenbestrahlte Sandstrände mit etwas kolonialer Vergangenheit hatte. So landete ich also in Zhiben, diesen Ort hatte ich mir ohnehin, wegen seiner heißen Quellen vorgenommen.
Am Bahnhof, vielleicht sollte man eher Haltepunkt sagen, angekommen, war ich erst einmal sehr überrascht, da es nicht wie sonst einen Infoschalter gab und auch sonst gab es eigentlich nichts. Vor dem Bahnhof standen einigen Taxis aber ich dachte es wäre vielleicht besser zu laufen, da ich nicht sagen konnte wohin ich genau will und selbst wenn, hätte ich es nicht in chinesisch sagen könnten.

Nach 30 min bin ich dann auch an dem ersten Verkehrsknotenpunkt angekommen, wo es einen 7/11 gab in dem ich nach einem Hotel und den heißen Quellen fragen wollte. Zum Glück konnte eine Kundin etwas englisch und sagte mir, dass es zu laufen zu weit sei, dem ich widersprach. Sie schaute ungläubig und wies mir die Richtung. Eine halbe Stunde später fuhr eine junge Frau mit Ihrem Moped zu mir und fragte mich ob ich ein Hotel brauche, was ich bejahte und sie fragte mich ob ich chinesisch spreche, was ich verneinte. Sie schlug vor mich auf ihrem Moped zu einem günstigen Hotel zu fahren, was ich aber ablehnte, da man so etwas ja kennt.

Nach drei Stunden Fußmarsch mit Rucksack und bei heiß-feuchtem Klima bin ich dann endlich beim ersten Hotel angekommen, was aber ausgebucht war, das zweite ebenfalls.

Nach weiteren dreißig Minuten war auch das dritte Hotel ausgebucht und es dämmerte schon. An einer Kreuzung habe ich die junge Frau wieder getroffen und nun nahm ich ihr Angebot an, da ihr Zimmer nur die Hälfte von dem kostete, was die anderen Hotels verlangten, wenn sie ein freies Zimmer gehabt hätten.

Es stellte sich heraus, das sie in einem riesigen Hotel ein paar Zimmer hat, die sie privat vermietet. Das Zimmer ist sehr gut und das baden im heißen Quellwasser war inklusive.

Allerdings ist dieser Ort der absolute Horror, da es sich um ein Massen-Wellness-Touristenort handelt, zu dem die Gäste Busseweise herangefahren werden. Das was man bekommt sind ausgemauerte Badebecken, von denen man eigentlich nicht weiß, ob das heiße Wasser wirklich aus den heißen Quellen stammt.

Dennoch habe ich auch hier einen Teeladen gefunden, dessen Besitzer sich sehr gefreut hat, dass ich aus Deutschland bin und mich für taiwanesischen Tee interessiere.


Tainan 15.06.


Nach den 17 Grad  und leichtem Nieselregen im Gebirge bin ich nach Tainan gefahren, wo es sich wie in einer Bio-Sauna anfühlt. Diese Stadt wurde 1621 gegründet und ist somit die älteste Stadt Taiwans. Ich bin 7 Stunden durch die Stadt gelaufen, wobei ich mich zuerst nach einer Tempeltour eines Reiseführers gerichtet habe. Nach dem 7. Tempel reichte es mir allerdings und ich entschied zum Pazifischen Ozean der Westküste Taiwans zu laufen.

Konfuzius Tempel
alter Wächter
bleicher Zeuge


Kurtisanen Tempel - ehemalige Schule zur Ausbildung von Kurtisanen.




Buddhistische Prozession in den engen Straßen der Altstadt, Drachenfigur im Park, Tempel wo auch immer es geht.


Wenn auch spät aber am Meer angekommen.


...und natürlich blieb es nicht aus einen Tee zu probieren.
Auf meinem Weg durch die Stadt bin ich an einem Eisteestand mit einer jungen Frau ins Gespräch gekommen und sie führte mich zu diesem Teehändler, der gerade aus China zurückgekommen ist, wo er Pu-Erh-Tee gekauft hat. Nach einigen Minuten saßen wir zusammen und probierten seine Lieblings-Pu-Erh-Tees.


Futuristisch oder Kurios

Ist das der sogenannte "Schweinehund"?


Gegen Mitternacht war ich dann wieder auf dem Weg zum Hotel.
Heute geht des dann weiter Richtung Süden.



Alishan 13. und 14.06.

Mein erstes Ziel auf meiner einwöchigen Rundreise durch Taiwan, ist das hochgepriesene "Alishan" Gebirge. Nachdem ich den halben Tag und verschiedene Verkehrsmittel brauchte um dorthinzukommen, war es neblig und regnerisch. Also buchte ich das Zimmer für zwei Nächte um einen ganzen schönen Tag erleben zu können. Leider war auch der nächste Tag genauso neblig und verregnet. Trotz einer ausgedehnten Wanderung war ich in drei Stunden schon wieder zurück, da dieser Naturpark doch viel kleiner ist als ich angenommen hatte.

Fast wie eine Filmkulisse.

Langsam klettern die Wolken die Berge hoch und hüllen den gesamten Park für Stunden in Nebel.


 Ein 2.300 Jahre alter Baum der 45 Meter in die Höhe ragt, die Krone verliert sich im Nebel.



 Puli 12.06.

Golden Buddha in den Bergen nahe Puli

Vor der Grundsteinlegung werden Gebete verbrannt um diese über den Rauch zu den Göttern zu tragen.


Taipei 10.06.




 Berichterstattung in Taiwan über das deutsche Hochwasserproblem