In Taipeh gab es erst
einmal Probleme, da ich mit dem öffentlichen Fernsprecher nicht klargekommen
bin. Eine Mitarbeiterin einer Autovermietung half mir weiter, indem sie das
Telefonat von ihrem Apparat aus führte.
Gegen 16 Uhr wurde ich
dann aus Taishung abgeholt und in die kleinere Stadt gefahren, von der ich den
Namen noch nicht rausbekommen habe.
Taiwan ist um so vieles
anders als Japan.
Schuhe werden nicht
unbedingt ausgezogen und insgesamt ist es bei weitem nicht so sauber wie in
Japan.
Dafür herrscht auch eine
gewisse Lockerheit, die mir sehr sympathisch ist.
Die Begrüßung meiner
Gastfamilie ist sehr herzlich gewesen und auch die siebenjährige Tochter hat
nach einiger Zeit mit mir gesprochen, auch wenn ich sie nicht verstehe.
Da es noch am Anfang der
Teesaison ist, gibt es noch nicht richtig viel zu tun.
Nachdem ich mein Quartier
in einem in der Tee befindlichen Wohnraum bezogen habe, gab es einen Ausflug zu
einem der Teegärten. Bei meiner Ankunft weilte schon eine Australierin als
Besucherin hier und so fuhren wir zu dritt zum „wilden Teegarten“.
Zwischen Palmen und
Orangenbäumen sind Teebüsche gepflanzt. Unkraut Beseitigung gibt es nicht und
dennoch ist dieser Garten wohl sehr ertragreich. Auch gibt es zwischendurch ein
paar Annanaspflanzen, alles wie es die Natur vielleicht auch machen würde.
Neben dem Teegarten wachsen sogar einige Kaffeesträucher, die aber nur für den
Eigenbedarf bestimmt sind.
Am nächsten Tag gab es
ein wenig Arbeit, das rollen von Teeblätter, was sich total von der japanischen
Methode unterscheidet. In Taiwan wird eher Weisser-, Gelber-, Oolong-, Roter- (was dem europäischen Schwarzen Tee entspricht), oder Schwarzer- (welcher bei uns als puer oder puher Tee bekannt ist) Tee
produziert. Zum Beispiel gibt es überhaupt kaum das Dämpfen der Blätter, durch
welches der Oxidationsprozess aufgehalten wird. Die Blätter werden im Ganzen
bzw. sogar mehrere Blätter am Stiel und in gröberen Rollingmaschinen
verarbeitet oder an der Luft gewelkt bzw. anschließend gibt es noch einige andere Verarbeitungsstufen, jenachdem welcher tee am Ende entstehen soll.
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| Die frischen Blätter werden gerollt, kann 1h dauern. |
Am 11. April ging es schon um 6 Uhr los zu einer entfernten, in den
Bergen liegenden Teeplantage. Das Wetter war sehr schlecht und so zogen dicke
Nebelschwaden durch die Berge und Gärten, was das Fotografieren sehr
erschwerte. Eigentlich dachte ich, dass wir zur Teeernte fahren und ich nun
Teeblätter von den Sträuchern pflücken werde. Zur Teeernte fuhren wir auch, nur
dass die Pflückerin schon fleißig vor Ort waren und wir das Ergebnis ihrer
Arbeit abholten und in die zweite Fabrik in den Bergen brachten. Dort
verbrachten wir den ganzen Tag mit dem trocknen der Blätter. Das trocknen
geschieht eigentlich allein nur müssen die Blätter ständig gewendet werden und
dass machten wir bis 22 Uhr. Ich glaube es dauerte auch deswegen solange, weil
es eben sehr feucht an diesem Morgen war und am Tage noch der regen hinzukam.
Teefelder in den Bergen. Pflückerin bei der Arbeit im Nebel. Trocknen des Tees.
Dies alles ist Handarbeit, es werden bei der verarbeitung nur sehr wenige Maschinen benutzt und es ist BIOTEE!!
Teefelder in den Bergen. Pflückerin bei der Arbeit im Nebel. Trocknen des Tees.
Dies alles ist Handarbeit, es werden bei der verarbeitung nur sehr wenige Maschinen benutzt und es ist BIOTEE!!
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| Der taiwanesische Teemeister aus Puli. |



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